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Endlich ein neuer Bericht

Viel ist passiert seit dem letzten Bericht. Weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

Bei uns ist beim Fischenimmer etwas los. Wir haben zum Beispiel eine Seminar zum Thema Brustkrebs gemacht und fast alle der Witwen waren anwesend. Pati hat alles mit viel Liebe und Sorgfalt vorbereitet. Der Nachmittag wurde dann richtig lustig. Aufgelockert durch Spiele und Turnübungen für die Schlafmützen war dieses äußert wichtige Thema auch gleichzeitig eine "Hetz"für die Frauen und es war sehr schön, ein Lachen auf den sonst oft so ernsten Gesichtern zu sehen. pati y su lapiz

Pati hat zunächst mit ihrem riesen "Lapiz" durch die Gegend gefuchelt undalles sehr anschaulich erklärt. die Frauen mußten dann fische fischen, auf einigen standen Fragen zum Thema Brustkrebs und auf anderen Fischen die Anworten und die Frauen mussten danach die Fragen und Antworten zuordnen. Das war sehr lustig und zum Schluß hatten sie es dann auch wirklich geschafft alle Fische richtig zuzuordnen.

 

Ein paar Tage danach mußte ich überraschend nach Österreich reisen, kam aber rechtzeitig zu Hans Besuch wieder zurück nach Potosi. Das Büro wurde noch schnell einer Blitzreinigung unterzogen und das Chaos zumindest für 3 Tage daraus verbannt, bevor Hans am 16.9. in Potosí ankam. Eine ganze Eskorte erwartete ihn am Bahnhof und Hans noch völlig unwissend was für intensive Tage ihn erwarten würden. Zunächst ging es gleich einmal ab zu einem Abendessen mit den Palliris (Steineklopferinnen) wo viel besprochen wurde, aber viel mehr sollte noch folgen. DSC00489 [800x600]

Am nächsten Tag ging es mit Hans ab nach Caracoles, wo er aus dem Staunen nicht mehr herauskam, weil soviel renoviert worden ist und nun auhc Wassertanks und Elektrizität vorhanden sind. Davor gab es all das nicht. Caracoles ist eigentlich eine Mine und neben dieser Mine am Cerro Rico existiert unsere Guaderia (Centro Infantil).mineros

Dort bekamen wir gleich einmal ein Mittagessen aufgetischt. Wir mußten doch danach noch zu den Pailliris in ihre Ingenio (Steinverarbeitungsfabrik) um dort mit diesen Mittagzuessen. Dies bedeute 2x Mittagessen. zum Glück haben Brigitte und ich uns immer einen Teller geteilt, sonst wären wir wahrscheinlich geplatzt. während Hans sich gHans y las Palliriseduldig die Probleme der Palliris anhörte udn danach zu weiteren Besprechungen düste, ging ich mit den Kindern zum Augenarzt. 

Mittlerweile waren fast alle Kinder beim Augenarzt und wir haben begonnen mit den Müttern zu gehen. Mal schauen wie es ihnen beim Augenarzt ergehen wird. 

 

Guardas

Am nächsten Tag hatten wir dann Reunion mit den Guardas (jene Frauen, welche24 h die Minen bewachen und unter katastrophalen Bedingungen am Cerro Rico leben). Dies ist sicher die ärmste Gruppe, mit welchen wir arbeiten. Diese Gruppe formiert sich gerade nei und vieles tut sich. Ibeth (Chefin von Musol) hat die Ausbeutung dieser Frauen in einem im Haus einer GuardaZeitungsartikel angeprangert und jetzt droht uns ein Prozess. Aber das ist wichtig um auf die Situation aufmerksam zu machen. Diese Frauen leben teilweise in Hütten nicht großer als 6, 7 Quadratmeter mit ihren Kindern, haben teilweise kein Wasser, keinen Strom, noch werden sie bezahlt, weil doch der Mineralienpreis im Moment wieder niedrig ist. 

Sie müssen oft sehr weit zu Fuß gehen um zu einer Wasserstelle zu kommen und dieses Wasser ist dann meist nicht gerade gesund, da es schwer kontaminiert ist, durch die Mineralien. Um essen zu kaufen müssen sie oft über eine Stunde geheDSC00624 [800x600]n um irgendwohin zu kommen wo auch verkehrmittel fahren, die Kinder bekommen sie zumeist alleine in ihren kleinen Hütten und mit ihrem geringen einkommen können sie sich eigentlich keine medizinische Versorgung leisten. Hier versuchen wir zu helfen und bei der Schulung ihrer Rechte udn bei der Verteidigung dieser. Es ist teilweise kaum vorstellbar, wie diese Familie leben. Leider ist esfür uns im Moment auch oft sehr schwierig zu erreichen, da wir noch über kein eigenes Fahrzeug verfügen, wenn wir jedoch Glück haben, haben wir einen Geldgebergefunden. Haltet uns die Daumen, denn mit diesem Auto könnten wir eine viel bessere Betreuung dieser Frauen garantieren und sie weitaus mehr unterstützen als im Moment.

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Nachdem wir ziemlich lange dann mit

den Guardas unterwegs waren ging es einen Moment ab in unser anderes Centro Infantil Nuevas Luces. Auch hier wurdeHans sehr herzlich empfangen.

Danach besuchte er noch einige Häuser der Viudas und danach mußte er sich den unangenehmen Dingen seines Aufenthaltes widmen (Finanzen ;-) )

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Am nächsten Tag waren wir im Rathaus eingeladen, wo Hans ganz stolz seine Solarlampen präsentierte (welch ein Oruro hergstellt werden und eine gute Alternative ist, an den Orten wo es keinen Strom, aber viel Sonnenschein gibt. Aber natürlich wurde noch über viel mehr gesprochen. DSC00709 [800x600]

 

 

 

 

 

Danach hatte Hans noch ein Date mit den Stipedianten welche wir in ihren Studien finanziell unterstützen und den Viudas. Danach müdemußte hans leider schon wieder in die nächste Stadt weiterdüsen. Das war sehr schade, da es noch soviel mehr zu sehen und zu zeigen gebe. 

Nachdem Besuch von Hans gab es aber kaum Zeit zu verschnaufen. Mit einigen medizinisch dringenden Fällen ing es ab nach Sucre um sie dort untersuchen zu lassen. um 5 Uhr in der Früh ging es los.  Dementsprechend müde waren dann alle bei der Heimreise. Augustin wurde ein kleiner Knoten hinter dem Ohr entfernt, Jhovani muß kommende Woche auf der Wange operiert werden, da sein Knochen entzündet ist und dies für seinen ganzen Körper gefährlich werden könnte, usw. 

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Leider gibt es in Potosí kaum gute Ärzte und so müssen immer wieder Reisen nach Sucre angetreteten werden um eine gute medizinische Versorgung zu garantieren.

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Danach gab es den Día del Estudiante der in unseren Centros groß gefeiert wurde. (mehr Fotos siehe dazu in dem entsprechenden Fotoalbum!)

Außerdem wurden wir von einer Cooperative zu einem Gespröch eingeladen, folgend auf den Zeitungsartikel meiner Chefin. Am Wochenende werden wir mit Reportern die Häuser der Guardas besuchen, um unsere Anschuldigungen mit Fakten zu belegen. 

Jeden Tag passieren hier neue Dinge. gestern wurde eine unserer Witwen mit einer starken Infektion im Darm im Spital aufgenommen. Infektionen sind hier um eine Spur gefährlicher, aber zum Glück geht es der Signora schon besser.

Und so halten uns die kleinen und größeren katastrophen ständig auf Trab. Mitterlweile betreut Musol so viele Menschen, dass es erstaunlich ist, dass mit diesem kleinen Team überhaupt etwas erreicht wird. man sieht, dass man eigentlich nicht viel braucht, um etwas zu erreichen. natürlich fehlt es immer wieder an Geld und mehr Arbeitskräfte wären der Hit, aber schön langsam wächst die Organisation und auch das Personal wird sich hoffentlich erweitern. 

 

Drückt uns auf jeden Fall fest die Daume, dass es weiterhin so gut weitergeht mit uns und das wir noch vielen Frauen helfen können. 

Wir wollen außerdem ein Patenkindprojekt starten, vermutlich wird es jedoch nicht so sein, wie allegmein bekannt, aber genaue infos dazu folgen bald. Watch Out for more!

In diesem Sinne 

hasta luego 

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