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NEUER BOLIVIENAUFENTHALT

Meine Lieben,

Bald ist es soweit und Intersol (www.intersol.at) fährt wieder nach Bolivien um unter anderem in Potosí Musol zu besuchen.

Ich (Dina) werde als eine der Mitreisenden dabei sein und hoffe euch bald wieder mit neuen EIndrücken, Fotos, Geschichten usw. updaten zu können.

Ich bin schon aufgeregt und freue mich schon sehr alle wieder in meine Arme zu schließen.

für alle Spendenwütigen

INTERSOL
Bankverbindung: Raiffeisenverband Salzburg, Kto.-Nr. 53959, BLZ 35000
Internationale Überweisungen: IBAN: AT32 3500 0000 0005 3959, BIC: RVSAAT2S (SWIFT)

Verwendungszweck: Gesundheitsvorsorge MUSOL

 

Alles Liebe

Hasta Pronto en Bolivia!

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Was gibts Neues?

Tja bei uns tut sich immer wieder etwas. Und so hatte am 11.10. eine unserer Frauen endlich ihre Hochzeit. Sie ist seit 10 jahren mit ihrem Mann zusammen und sie haben 4 Kinder gemeinsam, doch er wollte nie heiraten. Nach langem Zureden, da dies viele Vorteile für die Kinder bringt (Versicherung etc.), haben sie jetzt nun doch diesen Schritt gewählt.

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Dona Judith war sehr nervös und zunächst dachten wir der Standesbeamte kommt gar nicht mehr, weil sie uns um eine halbe Stunde versetzt hat, zu uns aber gesagt hatte, dass wir ja pünktlich kommen sollen ;-) 

Die Hochzeit war dann wie bei uns am Standesamt recht unspektakulär. Viele Worte und dann ist der Zauber auch schon wieder schnell vorbei. Ich (Dina) habe direkt am Standesamt erfahren dass ich die Madrina dieser ganzen Hochzeit bin, was mich in peinliche Verlegenheit versetzte, aber was solls da mußte ich durch. la madrina tiene q hablar

Ein Schnellkurs an Bräuchen in Potosi und bei der Hochzeitsfeier eine schwer improvisierte Rede brachten mich über den Abend. Musol war auch vertreten und die Gringuitas waren natürlich eine Attraktion. Ich mußte der Braut Geld ans Revier stecken, da dies bedeutet, dass es in diesem Haus nie an Geld fehlen wird, und danach steckte Brigitte plata en esta casa

 

Geld ans Revier des Bräutigams. Natürlich durften die obligatorischen Tänze nicht fehlen und auch die meisterten wir perfekt. Die Feier war aufgrund des geringen finanziellen Budgets sehr familär.  Aber alles in allem hoffe ich, das Dona Judith einen schönen Abend hatte. 

Und weil wir schon bei den Madrinas sind, so kam Pati am Montag darauf in den Genuß Madrina des kleinen Josés zu werden, der Sohn unsere Presidenta de las Guardas. la madrina

Dem Kleinen wurden zum ersten Mal die Haare geschnitten und auch hier wurde Geld an die Brust gesteckt.Danach gab es noch um 12 Uhr zu Mittag Cerveza und unsere Damen waren frisch und fröhlich und mit einem leichten Damenspitz ;-) Es war ein lustiger Vormittag mit den Frauen und es zeigt, dass sich langsam eine Gemeinschaft bildet. 

Mit unseren Witwen haben wir wieder ein Tema de Salud gemacht:Abtreibung. Pati hat 2 Videos gezeigt und die Damen waren schwer gefesselt, wie man an den Fotos wohl sehen kann.Das DSC01113 [640x480]

 

nächste Mal werden wir dann über Familienplanung sprechen. 

Kommendes Wochenende werden wir Torten und Keksmassen für todo los Santos (Allerheiligen, Allerseelen) machen. Da gibt es dann bestimmt wieder neue Fotos. bis dahin alles Liebe aus den Anden. 

 

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Guardas del Cerro Rico

Die Guardas Bocaminas sind Frauen die direkt neben den Minen wohnen und die Minen 24 h bewachen müssen. Dazu gehört auch die Aufsicht der teilweise sehr teuren Geräte die zur Minenarbeit benötigt werden.

Guardas

 

 

In der letzten Zeit häufen sich die Diebstähle in den Häusern der Guardas. Für die Frauen sind die Konsequenzen eines Diebstahls fatal. Oftmals müssen sie den Schaden von ihrem Gehalt (zwischen 300 und 400 Bolivianos ~30 -40€ im Monat) bezahlen. Das Geld reicht schon so nie aus um eine Familie zu ernähren. man stelle sich nun vor, dass davon dann noch etwas abgezogen wird! Es bleibt kaum Geld zum existieren. Die Präsidenten der Cooperativas sind dabei ziemlich skrupellos und zeigen kaum Herz für die Situation dieser Frauen. 

Vor ca. 3 Wochen gab es einen Zeitungsartikel über die Lebenssituation der Guardas und dass diese schamlos ausgebeutet werden. Daraufhin hieß es, dass dies alles gar nicht wahr sei usw.

noch eine Hütte von Innen

 

Daraufhin fuhren wir eben mit einigen Journalisten und einer Vertreterin der Derechos Humanos einige Häuser der Guardas besuchen, um aufzuzeigen, dass alles der Wahrheit entspricht und akuter Handlungsbedarf besteht. 

Ninos del cerro

 

Für unser eins ist es teilweise nicht vorstellbar wie diese Familien leben. In kleinen Häuschen, die oft nicht größer, als 5,6 Quadratmeter sind, leben oftmals 5,6,7 köpfige Familien. Manche haben nicht einmal Betten und schlafen auf Tierfellen am Boden!!! man stelle sich nun vor, dass sich das ganze auf ca. 4500m Höhe abspielt, weiters pfeifender Wind und teilweise eiskalte Temperaturen. Keine Kleidung um sich mehr anzuziehen, von Socken gar keine Rede. 

das Innere eines Hauses

In vielen der kleinen Häuschen, gibt es weder Strom noch Wasser. Wenn man Glück hat, gibt es in der Nähe eine Wasserstelle. Hat man Pech, muß man bis zu einer Stunde gehen um an Wasser zu kommen, sich und seine Wäsche zu waschen usw. 

Um Nahrungsmittel auf den Berg zu bekommen, gehen die Frauen teilweise 1,5h zu Fuß um in die Stadt zu gelangen und müssen dann ein Taxi für 50 Bol. bezahlen um mit den schweren Einkäufen wieder zurück kommen. (man rechne sich bei einem Gehalt von 300 Bol. aus) wieviel dann noch übrig bleibt. 

Wasser,

 

aus diesem Wasserloch

 

Das Wasser aus den Wasserlöchern ist zumeist verseucht vond en Mineralien. In ein und demselben Wasserloch wird das Mineral gewaschen, die Wäsche gewaschen und daraus getrunken. Das sich die gesundheitlichen Beschwerden der Familien häufen braucht man wohl niemanden zu erklären. 

Im Moment sind die Mineralienpreise schwer im Sinken und viele der Cooperativas meinen deswegen, den Guardas ihren Gehalt nicht zahlen zu müssen. Das bringt die Frauen in eine brikäre Situation. Mit welchem Geld Essen kaufen, die Kinder in die Schule schicken usw? Musol ist im Moment dabei die Rechte dieser Frauen vehement einzufordern und ihnen zu ihrem Gehalt (der unter dem Mindestlohn liegt = 573 Bol. im Moant) zu verhelfen und auch ihre anderen Rechte zu verteidigen. 

Manchesmal besitzen die Frauen auch noch einen Ehemann und sie werden noch zusätzlich Opfer häuslicher Gewalt.Auch hier versucht Musol durch Rechtsbeistand den Frauen unter die Arme zu greifen. 

Guardas fleißig beim Handarbeiten

Zusätzlich wird den Frauen noch die Möglichkeit gegeben mit einer Professorin (von der Regierung zur Verfügung gestellt), verschiedene Handwerkstechniken zu erlernen. Die produzierten Werkstücke, werden dann in einer Austellung verkauft werden.  und sie sind auch fleißig am Handtaschen machen

Wir haben auch einige Männer in unserer Gruppe; da in anderen Minengebieten die Guardas eigentlich männlich sind. Das Phänomen der weiblichen "Guardas" existiert nur am Cerro Rico in Potosí. Es hat den subjektiven Anschein, dass der Fakt, dass hier zumeist Frauen die Minen bewachen, einer Ausbeutung noch weniger Grenzen gesetzt sind. Leider fehlt es den Frauen oftmals an Selbstbewußtsein um sich dagegen zu wehren. Die Frauen kommen oft direkt vom Land, in der Hoffnung ein besseres Leben zu finden. Wo sie enden ist oft schlimmer als zuvor. Manchmal sprechen sie kein Spanisch und nur Quechua (die Sprache der Inkas), haben noch nie mehr als ihr Dorf gesehen und kommen in die mehr als harte Welt der Mineros. Schnell werden sie zu Opfern dieses System.

Dona Lucia y José

 

 

Dank unserer engagierten Präsidentin der Guardas Dona Lucia, formiert sich jedoch gerade eine beständige Gruppe, die man konstant in ihren Belangen und Nöten unterstützten kann. 

 

Hoffen wir darauf, dass unser Tun Erfolg bringt und den Frauen mehr Gerechtigkeit widerfahren wird. 

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal und hört nicht auf diese Seite zu besuchen! Se vayan bien. hasta luego y muchos saludos de Potosí

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Endlich ein neuer Bericht

Viel ist passiert seit dem letzten Bericht. Weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

Bei uns ist beim Fischenimmer etwas los. Wir haben zum Beispiel eine Seminar zum Thema Brustkrebs gemacht und fast alle der Witwen waren anwesend. Pati hat alles mit viel Liebe und Sorgfalt vorbereitet. Der Nachmittag wurde dann richtig lustig. Aufgelockert durch Spiele und Turnübungen für die Schlafmützen war dieses äußert wichtige Thema auch gleichzeitig eine "Hetz"für die Frauen und es war sehr schön, ein Lachen auf den sonst oft so ernsten Gesichtern zu sehen. pati y su lapiz

Pati hat zunächst mit ihrem riesen "Lapiz" durch die Gegend gefuchelt undalles sehr anschaulich erklärt. die Frauen mußten dann fische fischen, auf einigen standen Fragen zum Thema Brustkrebs und auf anderen Fischen die Anworten und die Frauen mussten danach die Fragen und Antworten zuordnen. Das war sehr lustig und zum Schluß hatten sie es dann auch wirklich geschafft alle Fische richtig zuzuordnen.

 

Ein paar Tage danach mußte ich überraschend nach Österreich reisen, kam aber rechtzeitig zu Hans Besuch wieder zurück nach Potosi. Das Büro wurde noch schnell einer Blitzreinigung unterzogen und das Chaos zumindest für 3 Tage daraus verbannt, bevor Hans am 16.9. in Potosí ankam. Eine ganze Eskorte erwartete ihn am Bahnhof und Hans noch völlig unwissend was für intensive Tage ihn erwarten würden. Zunächst ging es gleich einmal ab zu einem Abendessen mit den Palliris (Steineklopferinnen) wo viel besprochen wurde, aber viel mehr sollte noch folgen. DSC00489 [800x600]

Am nächsten Tag ging es mit Hans ab nach Caracoles, wo er aus dem Staunen nicht mehr herauskam, weil soviel renoviert worden ist und nun auhc Wassertanks und Elektrizität vorhanden sind. Davor gab es all das nicht. Caracoles ist eigentlich eine Mine und neben dieser Mine am Cerro Rico existiert unsere Guaderia (Centro Infantil).mineros

Dort bekamen wir gleich einmal ein Mittagessen aufgetischt. Wir mußten doch danach noch zu den Pailliris in ihre Ingenio (Steinverarbeitungsfabrik) um dort mit diesen Mittagzuessen. Dies bedeute 2x Mittagessen. zum Glück haben Brigitte und ich uns immer einen Teller geteilt, sonst wären wir wahrscheinlich geplatzt. während Hans sich gHans y las Palliriseduldig die Probleme der Palliris anhörte udn danach zu weiteren Besprechungen düste, ging ich mit den Kindern zum Augenarzt. 

Mittlerweile waren fast alle Kinder beim Augenarzt und wir haben begonnen mit den Müttern zu gehen. Mal schauen wie es ihnen beim Augenarzt ergehen wird. 

 

Guardas

Am nächsten Tag hatten wir dann Reunion mit den Guardas (jene Frauen, welche24 h die Minen bewachen und unter katastrophalen Bedingungen am Cerro Rico leben). Dies ist sicher die ärmste Gruppe, mit welchen wir arbeiten. Diese Gruppe formiert sich gerade nei und vieles tut sich. Ibeth (Chefin von Musol) hat die Ausbeutung dieser Frauen in einem im Haus einer GuardaZeitungsartikel angeprangert und jetzt droht uns ein Prozess. Aber das ist wichtig um auf die Situation aufmerksam zu machen. Diese Frauen leben teilweise in Hütten nicht großer als 6, 7 Quadratmeter mit ihren Kindern, haben teilweise kein Wasser, keinen Strom, noch werden sie bezahlt, weil doch der Mineralienpreis im Moment wieder niedrig ist. 

Sie müssen oft sehr weit zu Fuß gehen um zu einer Wasserstelle zu kommen und dieses Wasser ist dann meist nicht gerade gesund, da es schwer kontaminiert ist, durch die Mineralien. Um essen zu kaufen müssen sie oft über eine Stunde geheDSC00624 [800x600]n um irgendwohin zu kommen wo auch verkehrmittel fahren, die Kinder bekommen sie zumeist alleine in ihren kleinen Hütten und mit ihrem geringen einkommen können sie sich eigentlich keine medizinische Versorgung leisten. Hier versuchen wir zu helfen und bei der Schulung ihrer Rechte udn bei der Verteidigung dieser. Es ist teilweise kaum vorstellbar, wie diese Familie leben. Leider ist esfür uns im Moment auch oft sehr schwierig zu erreichen, da wir noch über kein eigenes Fahrzeug verfügen, wenn wir jedoch Glück haben, haben wir einen Geldgebergefunden. Haltet uns die Daumen, denn mit diesem Auto könnten wir eine viel bessere Betreuung dieser Frauen garantieren und sie weitaus mehr unterstützen als im Moment.

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Nachdem wir ziemlich lange dann mit

den Guardas unterwegs waren ging es einen Moment ab in unser anderes Centro Infantil Nuevas Luces. Auch hier wurdeHans sehr herzlich empfangen.

Danach besuchte er noch einige Häuser der Viudas und danach mußte er sich den unangenehmen Dingen seines Aufenthaltes widmen (Finanzen ;-) )

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Am nächsten Tag waren wir im Rathaus eingeladen, wo Hans ganz stolz seine Solarlampen präsentierte (welch ein Oruro hergstellt werden und eine gute Alternative ist, an den Orten wo es keinen Strom, aber viel Sonnenschein gibt. Aber natürlich wurde noch über viel mehr gesprochen. DSC00709 [800x600]

 

 

 

 

 

Danach hatte Hans noch ein Date mit den Stipedianten welche wir in ihren Studien finanziell unterstützen und den Viudas. Danach müdemußte hans leider schon wieder in die nächste Stadt weiterdüsen. Das war sehr schade, da es noch soviel mehr zu sehen und zu zeigen gebe. 

Nachdem Besuch von Hans gab es aber kaum Zeit zu verschnaufen. Mit einigen medizinisch dringenden Fällen ing es ab nach Sucre um sie dort untersuchen zu lassen. um 5 Uhr in der Früh ging es los.  Dementsprechend müde waren dann alle bei der Heimreise. Augustin wurde ein kleiner Knoten hinter dem Ohr entfernt, Jhovani muß kommende Woche auf der Wange operiert werden, da sein Knochen entzündet ist und dies für seinen ganzen Körper gefährlich werden könnte, usw. 

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Leider gibt es in Potosí kaum gute Ärzte und so müssen immer wieder Reisen nach Sucre angetreteten werden um eine gute medizinische Versorgung zu garantieren.

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Danach gab es den Día del Estudiante der in unseren Centros groß gefeiert wurde. (mehr Fotos siehe dazu in dem entsprechenden Fotoalbum!)

Außerdem wurden wir von einer Cooperative zu einem Gespröch eingeladen, folgend auf den Zeitungsartikel meiner Chefin. Am Wochenende werden wir mit Reportern die Häuser der Guardas besuchen, um unsere Anschuldigungen mit Fakten zu belegen. 

Jeden Tag passieren hier neue Dinge. gestern wurde eine unserer Witwen mit einer starken Infektion im Darm im Spital aufgenommen. Infektionen sind hier um eine Spur gefährlicher, aber zum Glück geht es der Signora schon besser.

Und so halten uns die kleinen und größeren katastrophen ständig auf Trab. Mitterlweile betreut Musol so viele Menschen, dass es erstaunlich ist, dass mit diesem kleinen Team überhaupt etwas erreicht wird. man sieht, dass man eigentlich nicht viel braucht, um etwas zu erreichen. natürlich fehlt es immer wieder an Geld und mehr Arbeitskräfte wären der Hit, aber schön langsam wächst die Organisation und auch das Personal wird sich hoffentlich erweitern. 

 

Drückt uns auf jeden Fall fest die Daume, dass es weiterhin so gut weitergeht mit uns und das wir noch vielen Frauen helfen können. 

Wir wollen außerdem ein Patenkindprojekt starten, vermutlich wird es jedoch nicht so sein, wie allegmein bekannt, aber genaue infos dazu folgen bald. Watch Out for more!

In diesem Sinne 

hasta luego 

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Neuigkeiten

Meine Lieben,

ich hoffe ihr habt euch brav durch die ganzen Fotoalben geklickt. Ich glaube da bekommt man einen guten Eindruck davon, wie es bei uns so abläuft.

Das Brillenprojekt ist mit den Kindern so gut wie abgeschlossen, es fehlen nicht mehr viele. Und da noch soviel Geld vorhanden ist, werden wir es den Frauen auch ermöglichen zum Augenarzt zu gehen. Dies wird wohl im September beginnen.

Fotos von den Kindern mit Brillen könnt ihr im Fotoalbum Brillen bewundern ;-)

 

Am Wochenende haben wir mit den Frauen ein Gesundheitsthema, nämlich Brustkrebs behandlet. Unsere Sozialarbeiterin Pati hat dazu einiges sehr liebevoll vorbereitet gehabt und die Frauen wwaren mit erstaunlichem Eifer dabei. Einmal im Monat wird dieses "Schulungen" stattfinden um das Gesundheitsbewußtsein der Frauen zu stärken. Leider achten die Frauen kaum auf ihre Gesundheit.

Außerdem haben Kurse für die Frauen in verschiedenen Handarbeiten begonnen, welche sehr zahlreich besucht werden und den Frauen sehr viel Spaß macht.

Ab September werde ich einen Englischkurs für die Jugendlichen anbieten um vermehrt auch mit der Jugendarbeit zu beginnen, die bis jetzt leider noch keinen Platz in der Organisation hatte. Aber mit der Bibliothek von Johanna,dem Kurs und hoffentlich in Zukunft auch anderen Angeboten können wir die Arbeit auch auf diesen Sekor erweitern.

Ich hoffe, dass ihr weiterhin interessiert unsere Tätigkeiten und das Spendenprojekt verfolgt.

Bis dahin

Alles Liebe 

Dina  

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der erste Bericht

Nun der erste Bericht auf dem neuen Blog. Leider fehlt noch viel und es wird auch noch aller Voraussicht nach noch etwas dauern, bis ich euch alles liefern kann, was ich gerne würde. Zunächst einmal auf jedne Fall der erste Bericht. Letzten Mittwoch, 25.6. habe ich mich mit den ersten Kindern (Sandro, Moises, Edson, Jhanet und Ibeth) zum Augenarzt aufgemacht. Sie mussten dabei auf ca. 1,5 Stunden Spielen in einem super Park verzichten, aber zu meinem Erstaunen war das alles kein Problem. Die Aufregung war sehr groß, alles war furchtbar interessant und sogar das Wc bekam seine nötige Bewunderung. Der Augenarzt war sehr freundlich und kompetent und ich bin sehr zufrieden mit ihm. Er geht gut mit den Kindern um und ist sehr ruhig. Mal schauen ob er das bei mehr als 50 Kindern dann auch noch ist ;-) Außerdem macht er für uns einen speziellen Preis – pro Kind 50 Bolivianos (normalerweise 70 Bol.) Also sehr sympathisch. Von 5 Kindern brauchen 4 Brillen. Einige davon schon ziemlich starke. Und der Fünfte braucht Augentropfen, da er überreizte Augen hat und in 1-2 Jahren wird auch er Brillen brauchen. Aufgrund des hohen Staubgehalts hier in der Stadt, vorallem durch die Mineralienverarbeitungsfabriken, sind die Augen hier besonders gefährdet.Am Mittwoch geht es weiter mit den nächsten 5 und so weiter und so fort. Das Ganze ist also ins Rollen geraten – Juchu. Letztes Wochenende war ich in Cochabamba um unter anderem Brillenfassungen zu kaufen und ich wurde auch fündig. Habe dabei ein paar wirklich nette erwischt. Am Montag kommt es zur ersten Anprobe mit den ersten 4 Kindern. Bin schon sehr gespannt. Ich habe nur einen Teil der Fassungen gekauft, da wir den Rest bei einem Optiker kaufen werden, der zwar teurer ist, ich jedoch auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder eingehen möchte. Leider habe ich beim Arztbesuch meine Kamera vergessen, aber von der Brillenanprobe kommen bestimmt welche. Tja was tut sich sonst noch so alles bei uns, bei Musol. Die letzen Tage waren wir (Johanna, Kathi, Franzi und ich) in La Paz um Bücher für die von Johanna finanzierte Bibliothek zu kaufen. Wir haben dabei Bücher ohne Ende durch La Paz bis nach Potosí geschleppt, und jetzt wo sie so auf einem Haufen liegen, wirken sie gar nicht soviel ;-( Es war auf jeden Fall eine schöne wenn auch anstrengende Arbeit. Denn jeder der mich kennt, weiß wie gerne ich Bücher einkaufe ;-) Auf der Heimfahrt hatten wir dann noch ein kleines Delay, da unser Bus auf der Hälfte des Weges seines Geist aufgegeben hatte und somit mussten wir fast 6 Stunden auf unsere „Rettung“ – einen neuen Bus - warten. Schlußendlich hatten wir es dann aber doch geschafft und die Bücher befinden sich nun bei uns im Büro. In der nächsten Zeit wird sich viel tun bei uns. Der Endspurt von Kathi, Johanna und Franzi hat begonnen, die Kinder haben Ferien und es ist einiges an Programm geplant, mit den Frauen werden wir Brot backen und mit dem Augenarzt geht es auch zügig voran. Außerdem suchen wir ein neues Gebäude für unsere Guaderia, da unser Mietvertrag ausläuft und wir mehr Platz brauchen. Drückt uns also die Daumen, dass das bald etwas wird. In diesem Sinne, schaut bald wieder vorbei! Alles Liebe Dina 

 

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